Kunst offen 2019 im Atelier NAUM in Zarnewanz bei Rostock

Kunst offen 2019 im Atelier <span class="caps">NAUM</span> in Zarnewanz bei Rostock

Druckgrafik-Hochdruck-Linolschnitt

Inhalt der Veran­stal­tung: gedruckte Grafik von Britta Naumann, Freunden und Künst­ler­kol­legen aus vier Jahr­zehnten

2018 wurden die tradi­tio­nellen grafi­schen Druck­tech­niken und deren Misch­formen offi­ziell in das bundes­weite Verzeichnis den Imma­te­ri­ellen Kultur­erbes aufge­nommen, das die deut­sche UNESCO- Kommis­sion seit 2013 führt.
Dieses ist will­kom­mener Anlass, grafi­sche Blätter der letzten Jahre, insbes. Holz­drucke und Ätzra­die­rungen in einer kleinen Ausstel­lung zu präsen­tieren. Außerdem hat der inter­es­sierte Besu­cher Gele­gen­heit der Entste­hung einer Druck­grafik beizu­wohnen und Wissens­wertes über die Geschichte der künst­le­ri­schen Grafik und Beson­der­heiten der verschie­denen Tech­niken zu erfahren.

Atelier NAUM & Werk­statt­ga­lerie, Gnewitzer Str. 8, 18195 Zarne­wanz
08.+ 09. Juni 2019 14.00 -18.00 Uhr

Weitere Infor­ma­tionen finden Sie auf den Seiten von ostsee​fe​rien​.de und meck​len​burg​-schwerin​.de

Gedruckte Grafik von Britta Naumann-Knapp und Freunden

Gedruckte Grafik von Britta Naumann-Knapp und Freunden

Eine Ausstellung aktueller Druckgrafik

Zu sehen sind eigene Arbeiten des Hoch- und Tief­drucks der letzten Jahre sowie Arbeiten von Freunden und Künst­ler­kol­legen aus der Samm­lung von Britta Naumann-Knapp.

15. März 2019, 17 Uhr
weitere Öffnungs­zeiten bis 6. Juni 2019: Do.+ Fr. ab 17 Uhr

Veranstaltungsort

Werk­statt­ga­lerie
Gnewitzer Straße 8
18195 Zarne­wanz (Rostock-Tessin)

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Beteiligte Künstler/innen

Britta Naumann-Knapp
Hagen Stüde­mann
Sylvia Dall­mann
Arne Boysen
Monika Ringat

Ansprechpartner/in

Britta Naumann-Knapp
E-Mail: Britta.Naumann(at)gmx.net
Telefon: 038205 6502

WeitereIn­for­ma­tionen finden Sie beim BBK (Bundes­ver­band Bildender Künst­le­rinnen und Künstler).

Kunst kann einfach kein leichtes Futter sein

Bei seinem Besuch in Iquique 1835 beschrieb Charles Darwin den Ort an der chile­ni­schen Pazi­fik­küste als ein herun­ter­ge­kom­menes Dorf. Solch übler Nach­rede erwehrt sich Iquique mitt­ler­weile genauso erfolg­reich wie den sandigen Über­griffen durch die benach­barte Atacama-Wüste. Auch Britta Naumann ist bei ihrem Aufent­halt in Chile dem Charme der Hafen­stadt verfallen, Iquique sei für sie ein Sehn­suchtsort, erzählt sie. Über­haupt sind es vordem Orte, deren prägender Zugriff in den Erzäh­lungen Britta Naumanns kennt­lich wird. Da ist zuerst die Kind­heit in Reez, welche die Tochter eines Seemanns in der märchen­haften Atmo­sphäre des örtli­chen Guts­hauses verbringt, später ist es die Studi­en­zeit in Leipzig, die unaus­lösch­liche Erin­ne­rungen zeitigt. Von den Zeiten an der Hoch­schule für Grafik und Buch­kunst spricht Britta Naumann heute als den viel­leicht wich­tigsten Lebens­jahren. Das ist auch verständ­lich ange­sichts des Umstandes, dass die Imma­tri­ku­la­tion seiner­zeit einen Abschied einläu­tete, der die exami­nierte Radio­lo­gie­as­sis­tentin in das Wagnis des Künst­ler­da­seins entließ. Der Nach­hall der eindring­li­chen Erfah­rungen an der Leip­ziger Hoch­schule verge­gen­ständ­licht sich heute in der künst­le­ri­schen Viel­sei­tig­keit Britta Naumanns, was sich nicht zuletzt auf die unkon­ven­tio­nelle Auswahl ihrer Gestal­tungs­mittel bezieht. Schließ­lich zählen neben Farben auch Extra­va­ganzen wie Muschel­reste, Fossi­lien, Kaffee, Borke, Ruß und immer wieder Sande dazu. Zu Sanden unter­hält Britta Naumann eine ganz beson­dere Bezie­hung, wieder­keh­rend finden sie ihren Weg von fernen Ursprungs­orten auf die Lein­wände Britta Naumanns. Das OEuvre der Künst­lerin wiederum bezeugt auf diese Weise die erneute Begeg­nung mit jenen Orten, die im Zuge künst­le­ri­scher Ausein­an­der­set­zung erneut bereist werden. Dabei fungieren die sedi­men­tären Versatz­stücke weniger als die Remi­nis­zenz betref­fende Devo­tio­na­lien. Mit ihrer spezi­fi­schen Narra­tion des Es war einmal umschifft Britta Naumann den Bereich des Senti­men­talen und stellt das Erlebte in den Kontext neuer, mitunter auch unbe­quemer Fragen. Exem­pla­risch verweist so der expres­sive Rück­bezug auf die Wasser Gotlands oder die Sande der chile­ni­schen Wüste immer auch auf die Unge­wiss­heiten, die das proble­ma­ti­sche Verhältnis von Mensch und Natur charak­te­ri­sieren. Es gehe nicht darum, dem Betrachter zu zeigen, was er sehen wolle, erklärt die Künst­lerin, Kunst müsse zum Nach­denken anregen. Es bleibt inso­fern ein dankens­werter Umstand, dass die Kunst Britta Naumanns dem Betrachter nicht nur einen Orts­wechsel ermög­licht, sondern diesen mit der recht­schaf­fenen Auffor­de­rung verbindet, etwas aus der Reise zu machen.

Erwäh­nung im Magazin Kultouren vom Kunst­verein Ribnitz-Damgarten e.V.; Text: Thomas Fehling

Mehr zum Magazin Kultouren…

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